Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm

 
 
aus Deutschland

Digitale Demenz

SA, 14. Oktober 2017 | 10:30

Digitale Medien sind vor allem im technischen Bereich Teil der Arbeitswelt. Sie machen leider aber auch süchtig und schaden langfristig dem Körper (durch Stress, Schlaflosligkeit oder Übergewicht) und vor allem dem Geist.

Das Gehirn (d. h. die etwa eine Million Milliarden Verbindungen zwischen Nervenzellen) bildet sich überhaupt erst durch seinen Gebrauch: wann immer wir wahrnehmen, denken, fühlen, erleben, entscheiden und handeln, ändert sich unser Gehirn. Das gehört zu den wichtigsten Erkenntnissen der Neurowissenschaft der letzten Jahrzehnte. Umgekehrt gilt: Verbindungen werden kleiner und schließlich komplett entfernt, wenn sie nicht gebraucht werden. Das Gehirn schrumpft, wenn es weniger zu tun hat. Zudem bewirkt chronischer Stress den Untergang von Nervenzellen.

Das Symptom der digitalen Demenz ist die zunehmende Unfähigkeit, sich zu orientieren und ihre Folgen sind sozialer Abstieg, Vereinsamung, Depression und ein deutlich früherer Tod. Was können und sollten wir tun? Es kann nicht darum gehen, digitale Medien im Bereich der Technik oder Wissenschaft abzuschaffen. Nur wenn man die Risiken und Nebenwirkungen kennt, kann die Nutzung digitaler Medien langfristig verantwortungsvoll und nachhaltig geschehen.

Kurzbiografie des Referenten

  • Seit 1997 Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm
  • vormals Oberarzt an der Psychiatrischen Unviersitätsklinik Heidelberg
  • 2004: Gründung des Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL)
  • Buchautor zahlreicher Beststeller

Digitale Demenz

SA, 14. Oktober 2017 | 10:30

Digitale Medien sind vor allem im technischen Bereich Teil der Arbeitswelt. Sie machen leider aber auch süchtig und schaden langfristig dem Körper (durch Stress, Schlaflosligkeit oder Übergewicht) und vor allem dem Geist.

Das Gehirn (d. h. die etwa eine Million Milliarden Verbindungen zwischen Nervenzellen) bildet sich überhaupt erst durch seinen Gebrauch: wann immer wir wahrnehmen, denken, fühlen, erleben, entscheiden und handeln, ändert sich unser Gehirn. Das gehört zu den wichtigsten Erkenntnissen der Neurowissenschaft der letzten Jahrzehnte. Umgekehrt gilt: Verbindungen werden kleiner und schließlich komplett entfernt, wenn sie nicht gebraucht werden. Das Gehirn schrumpft, wenn es weniger zu tun hat. Zudem bewirkt chronischer Stress den Untergang von Nervenzellen.

Das Symptom der digitalen Demenz ist die zunehmende Unfähigkeit, sich zu orientieren und ihre Folgen sind sozialer Abstieg, Vereinsamung, Depression und ein deutlich früherer Tod. Was können und sollten wir tun? Es kann nicht darum gehen, digitale Medien im Bereich der Technik oder Wissenschaft abzuschaffen. Nur wenn man die Risiken und Nebenwirkungen kennt, kann die Nutzung digitaler Medien langfristig verantwortungsvoll und nachhaltig geschehen.

Kurzbiografie des Referenten

  • Seit 1997 Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm
  • vormals Oberarzt an der Psychiatrischen Unviersitätsklinik Heidelberg
  • 2004: Gründung des Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL)
  • Buchautor zahlreicher Beststeller

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