Jörg Fuhrmann, MSc.
Lehrbeauftragter für Palliative Pflege und Seminarbegleiter

 
 
aus Deutschland

Demenz oder das etwas andere Sterben

FR, 13. Oktober 2017 | 16:10

Dein Rhythmus – Mein Rhythmus. Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Rhythmus, welchen er großteils selber bestimmen kann. Wir atmen, bewegen, reden und essen in unserem eigenen Tempo und Rhythmus und können somit ganz bei uns selber sein.

Menschen mit Demenz leben auch in ihrem eigenen Tempo und Rhythmus, ihrer Welt. Leider ist es jedoch für die Menschen mit Demenz nicht immer möglich, in ihrem Rhythmus zu sein, da sie von Betreuungspersonal, Angehörigen und zahlreichen Umwelteinflüssen oft in andere, ihnen fremde Rhythmen gedrängt werden. Menschen mit Demenz verlieren im Laufe ihrer Erkrankung viele Fähigkeiten und Fertigkeiten. Was ihnen aber bis zum Ende erhalten bleibt, sind ihre Emotionen und ihre Erlebnisfähigkeit. Menschen mit Demenz sind uns oft emotional überlegen und erleben die Welt und somit auch das Sterben, welches ein emotionaler Prozess ist, daher bewusster und intensiver. Vielleicht ist diese Erkrankung ein guter Begleiter, bewusst zu sterben und mit sich selbst im Einklang zu sein – ohne die Sachlichkeit und den Materialismus unserer Gesellschaft, welche uns oft sehr unzufrieden sterben lassen.

Nur wer sich selber gut spürt und emotional erlebt, kann auch Menschen mit Demenz spüren und das Sterben vielleicht besser verstehen.

Kurzbiografie des Referenten

  • Dzt. als Heimleitung tätig
  • Ausgebildeter Clini-Clown
  • 2005 – 2009 Masterstudium Palliative-Care in Salzburg
  • 2000 Krankenpflegeausbildung in Wien
  • Gelernter Gärtner; ausrangierter Mönch
  • Studium der Theologie

Demenz oder das etwas andere Sterben

FR, 13. Oktober 2017 | 16:10

Dein Rhythmus – Mein Rhythmus. Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Rhythmus, welchen er großteils selber bestimmen kann. Wir atmen, bewegen, reden und essen in unserem eigenen Tempo und Rhythmus und können somit ganz bei uns selber sein.

Menschen mit Demenz leben auch in ihrem eigenen Tempo und Rhythmus, ihrer Welt. Leider ist es jedoch für die Menschen mit Demenz nicht immer möglich, in ihrem Rhythmus zu sein, da sie von Betreuungspersonal, Angehörigen und zahlreichen Umwelteinflüssen oft in andere, ihnen fremde Rhythmen gedrängt werden. Menschen mit Demenz verlieren im Laufe ihrer Erkrankung viele Fähigkeiten und Fertigkeiten. Was ihnen aber bis zum Ende erhalten bleibt, sind ihre Emotionen und ihre Erlebnisfähigkeit. Menschen mit Demenz sind uns oft emotional überlegen und erleben die Welt und somit auch das Sterben, welches ein emotionaler Prozess ist, daher bewusster und intensiver. Vielleicht ist diese Erkrankung ein guter Begleiter, bewusst zu sterben und mit sich selbst im Einklang zu sein – ohne die Sachlichkeit und den Materialismus unserer Gesellschaft, welche uns oft sehr unzufrieden sterben lassen.

Nur wer sich selber gut spürt und emotional erlebt, kann auch Menschen mit Demenz spüren und das Sterben vielleicht besser verstehen.

Kurzbiografie des Referenten

  • Dzt. als Heimleitung tätig
  • Ausgebildeter Clini-Clown
  • 2005 – 2009 Masterstudium Palliative-Care in Salzburg
  • 2000 Krankenpflegeausbildung in Wien
  • Gelernter Gärtner; ausrangierter Mönch
  • Studium der Theologie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.