Prim. Dr. Brigitte Hermann
Leiterin der Abteilung für medizinische und palliative Geriatrie in Graz

 
 
aus Österreich

Demenz aus der Sicht einer Geriaterin und Palliativmedizinerin

SA, 14. Oktober 2017 | 16:00

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Demenz beträgt ab Diagnosestellung nur wenige Jahre. Allerdings ist diese letzte Lebensphase geprägt von komplexen Problemsituationen mit körperlichen, psychosozialen und ethischen Dimensionen, die nur durch gute Zusammenarbeit aller Betreuer unter Zuziehen palliativgeriatrischer Expertise bewältigt werden kann.

Die gegenwärtige, öffentliche Diskussion fokussiert verstärkt die Frühphase der Erkrankung, um durch rechtzeitigen Therapiebeginn den Verlauf einzubremsen. Die tatsächliche Verzögerung der Erkrankungsprogression ist jedoch bescheiden, weshalb der Großteil der Betroffenen die Phase zunehmender Pflegeabhängigkeit trotzdem erlebt. Diese späteren Erkrankungsphasen, einschließlich der Sterbephase dieser Menschen, werden derzeit in der öffentlichen Wahrnehmung meist ausgeblendet, obwohl eine rechtzeitige, vorausschauende Planung der “end-of-life-care” aus palliativ-geriatrischer Sicht notwendig wäre.

Kurzbiografie der Referentin

  • Seit 2007 Schwerpunkt Langzeitbetreuung und palliative Geriatrie in der Albert Schweizer Klinik der geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz
    Ärztliche Leitung-Stellvertretung der Albert Schweizer Klinik
  • Aufbau der Universitären Palliativmedizinischen Einrichtung (UPE) sowie des Mobilen Palliativteams Graz
  • Ausbildung in Allgemeinmedizin, Geriatrie, Palliativmedizin und Psychotherapie
  • Ausbildung zur Fachärztin für innere Medizin

Demenz aus der Sicht einer Geriaterin und Palliativmedizinerin

SA, 14. Oktober 2017 | 16:00

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Demenz beträgt ab Diagnosestellung nur wenige Jahre. Allerdings ist diese letzte Lebensphase geprägt von komplexen Problemsituationen mit körperlichen, psychosozialen und ethischen Dimensionen, die nur durch gute Zusammenarbeit aller Betreuer unter Zuziehen palliativgeriatrischer Expertise bewältigt werden kann.

Die gegenwärtige, öffentliche Diskussion fokussiert verstärkt die Frühphase der Erkrankung, um durch rechtzeitigen Therapiebeginn den Verlauf einzubremsen. Die tatsächliche Verzögerung der Erkrankungsprogression ist jedoch bescheiden, weshalb der Großteil der Betroffenen die Phase zunehmender Pflegeabhängigkeit trotzdem erlebt. Diese späteren Erkrankungsphasen, einschließlich der Sterbephase dieser Menschen, werden derzeit in der öffentlichen Wahrnehmung meist ausgeblendet, obwohl eine rechtzeitige, vorausschauende Planung der “end-of-life-care” aus palliativ-geriatrischer Sicht notwendig wäre.

Kurzbiografie der Referentin

  • Seit 2007 Schwerpunkt Langzeitbetreuung und palliative Geriatrie in der Albert Schweizer Klinik der geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz
    Ärztliche Leitung-Stellvertretung der Albert Schweizer Klinik
  • Aufbau der Universitären Palliativmedizinischen Einrichtung (UPE) sowie des Mobilen Palliativteams Graz
  • Ausbildung in Allgemeinmedizin, Geriatrie, Palliativmedizin und Psychotherapie
  • Ausbildung zur Fachärztin für innere Medizin

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